Eva Menasse über das Schreiben und das gewöhnliche Leben

Pia Reinacher diskutiert mit Eva Menasse über ihre Bücher, über das Schreiben, über ihr politisches Engagement, über den weiblichen Lebensentwurf und über die Forderungen des ganz gewöhnlichen Lebens. Biographisches und Politisches sind zwei Eckpfeiler ihres Schreibens. Die Doppelrolle als Schriftstellerin und Journalistin erweist sich nicht selten als klippenreich, - Eva Menasse meistert sie elegant. In ihrem politischen und gesellschaftlichen Engagement erweist sie sich als eigenständig, unnachgiebig und auf entspannende Weise immun gegenüber den jeweils angesagten Trends.  

Wir sprechen mit ihr über die literarischen Intentionen, über Erfolge und Niederlagen, über Möglichkeiten und Grenzen des politischen Engagements in der Literatur und vor allem: wie das alles praktisch zu meistern ist. Und wir sprechen mit ihr über die Bücher, von „Vienna“ bis zu „Tiere für Fortgeschrittene“.  Eva Menasse wird aus ihren Büchern lesen. 

Eva Menasse: Tiere für Fortgeschrittene. Kiepenheuer & Witsch 2017

21. Januar 2021

Eva Menasse

Die österreichische Schriftstellerin und Publizistin Eva Menasse steht dem Halbbruder Robert Menasse literarisch in keiner Weise nach. Sie gilt mit Ihrem Scharfsinn, ihrer Streitlust, ihrer eleganten Sprache, ihrem ätzenden Humor und ihrem politischen Bewusstsein als eine der bemerkenswertesten Erzählerinnen der Gegenwart. Menasse wurde 1970 in Wien geboren und wuchs in einer Familie mit jüdischen und christlichen Vorfahren auf. Nach dem Schulabschluss studierte sie Germanistik und Geschichte an der Universität Wien. Ihre Abschlussarbeit schrieb sie über „Literarische Schlachtenbummler - Hannibal als Held im historischen Roman“. Ihre journalistischen Karriere begann sie beim Wiener Wochenmagazin „Profil“ und wechselte von dort als Redaktorin und Korrespondentin zur „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“. 

2005 debütierte sie fulminant mit dem Familienroman „Vienna“, einem Erinnerungsbuch um eine Wiener Familie mit jüdischen Wurzeln. Nach dem Roman „Lässliche Todsünden“ (2009) avancierte die Frauenbiographie „Quasikristalle“ (2013) zu einem Bestseller. Für den Erzählband „Tiere für Fortgeschrittene“ (2017) - Geschichten um kuriose Tiermeldungen - erhielt sie 2017 den Österreichischen Buchpreis.

Büchertisch

www.buchland.ch | Therese Brändli

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