Immer sich selbst am nächsten: Biographien, Autobiographien, biographische Romane

Es gibt Autoren, die stolpern mit dem Handspiegelchen vor dem Gesicht durchs literarische Leben: Autobiographien sind das Produkt ihrer liebevollen oder selbstkritischen, missgünstigen oder phantastisch überhöhten Selbstbeobachtungen. Biographien, biographische und autobiographische Romane sind wahr und gelogen, rekonstruiert und fantasiert. Das ist dem Leser aber einerlei. Denn in den meisten Fällen sind es spannende Geschichten, die wiederum dem Leser im Spiegel zeigen, wie ein glückliches oder klippenreiches Leben zu meistern sei. 

Hajo Steinert und Pia Reinacher, zwei lesehungrige Kritiker, stellen die aufregendsten Biographien und biographischen Romane des Jahres 2020 vor. Die Auswahl wird kurzfristig auf dieser Website publiziert.

01. Dezember 2020

Dr. Hajo Steinert

Geboren 1952 in Goslar, aufgewachsen in Düsseldorf und Gummersbach. Studium der Literaturwissenschaften in Siegen und Houston. Master of Arts in Houston und Promotion bei Prof. Dr. Helmut Kreuzer mit der Dissertation „Das Schreiben über den Tod. Von Thomas Bernhards Roman 'Verstörung' zur Erzählprosa der siebziger Jahre“ (1983). Von 1975 bis 1980 wiss. Mitarbeiter und wiss. Assistent an den Universitäten Siegen und Houston. Lehraufträge I Gastprofessuren in Hildesheim und an der Washington University in St. Louis/Missouri (2006). 

Seit 1980 als freier Literaturkritiker tätig für deutsche und Schweizer Zeitungen sowie für Radio- und Fernsehanstalten der ARD und das ZDF.  

Von 1986 bis 2016 Literatur-Redakteur sowie Abteilungsleiter „Kulturelles Wort“ beim Deutschlandfunk in Köln. 1990 Gründung, Redaktion und Moderation der monatlichen Veranstaltungsreihe „Studio LCB“ im Literarischen Colloquium Berlin (bis 2016). Seit 1992 (bis heute) Programmbeirat und Moderator beim „Erlanger Poetenfest“. Von 2006 bis 2012 Programmleitung und Moderation des Lyrikfestivals „Lass Hören“ in Düren.  

Hajo Steinert ist Autor von wissenschaftlichen Beiträgen und Büchern in den Bereichen Literaturgeschichte, Fotografie und Kulturgeschichte des Fußballs. Herausgeber der Prosa-Anthologien „Erste Einsichten“ und „Schöne Aussichten“ (1990 und 1991) im Suhrkamp Verlag und Hörbüchern (“Dichterstimmen“) mit Originallesungen deutschsprachiger Gegenwartsautoren (Hörverlag). Romane: „Der Liebesidiot“ (2015) im Knaus Verlag: „Blumenspiel“ (2019) bei Penguin. 

Büchertisch

www.buchland.ch | Therese Brändli

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