Herbstsemester 2018

Alle drei Schriftsteller sind auf der Jagd nach Glück – und den Abschweifungen, Irrwegen und Sackgassen auf dem Weg dorthin. Zum Auftakt der Herbstreihe spricht und diskutiert die Literaturkritikerin Pia Reinacher mit dem brillanten deutschen Büchnerpreisträger Arnold Stadler und zwei herausragenden Schweizer Schriftstellern. Catalin Dorian Florescu und Alain Claude Sulzer sind Grenzgänger zwischen den Sprachen und Nationen.

 

Zeit

Montag, 22.10. - 26.11.
19.30 - 21.00 Uhr
(anschliessend Apéro, im Preis inbegriffen)

Ort

Uni Zürich-Zentrum
Rämistrasse 71
8006 Zürich

22. Oktober 2018

Arnold Stadler
Geboren 1954 in Messkirch | Baden. Er wuchs auf einem Bauernhof im Dorf Rast bei Messkirch auf. Nach dem Abitur am Martin-Heidegger-Gymnasium in Messkirch studierte er in München, Rom und Freiburg im Breisgau Theologie und anschliessend Germanistik in Bonn und Köln. 1986 promovierte er mit der Dissertation „Das Buch der Psalmen und die deutschsprachige Lyrik des 20. Jahrhunderts“. In den neunziger Jahren übersetzte er Psalmen aus dem Hebräischen und versuchte, sie in eine lebendige Sprache zu bringen.

05. November 2018

Catalin Dorian Florescu
Geboren 1967 im rumänischen Temesvar als einziges Kind eines Ingenieurs und einer Geigerin. Da er an einer Muskelkrankheit litt, durfte er 1976 zur Operation nach Italien und Amerika ausreisen. Nach der vorläufigen Rückkehr erhielt er eine zweite Ausreisebewilligung und emigrierte 1982 endgültig in die Schweiz, wo der Deutsch lernte. Nach der Matura an der Kantonsschule Enge studierte er an der Universität Zürich Psychologie und Psychopathologie. Er arbeitete fünf Jahre in einem Rehabilitationszentrum für Drogenabhängige.


26. November 2018

Alain Claude Sulzer

Geboren 1953 in Riehen | Basel. Er wuchs als Kind einer französischsprachigen Mutter aus der Westschweiz und eines Baslers auf. Die Krankenschwester hatte den Vater als Patient in der Nervenheilanstalt Münchenbuchsee kennengelernt. Zu Hause wird oft französisch gesprochen. Die drei Brüder wachsen ohne Fernseher, aber mit Radio Beromünster und Radio Sottens, SJW-Heftli und Silva-Büchern auf. Der Stolz des Vaters ist ein modernes Haus mit Flachdach und schwarzem Teppich, das in einer Architekturzeitschrift erwähnt wird - die Mutter hintertreibt das moderne Einrichtungskonzept, bis davon nicht mehr viel übrigbleibt.


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